Meniskusriss

Das menschliche Kniegelenk verfügt über einen Innen- und Außenmenikus (s. Abb). Hiebei handelt es sich um zwei Knorpelscheiben, die die unterschiedliche Form des runden Oberschenkelkopfes und des flachen Unterschenkelkopfes ausgleichen (s. Abb.).  Der Meniskus dient sozusagen als Puffer und Bremsklotz zischen diesen beiden Knochen.

Aufgrund dieser besonderen Aufgabe ist der Menikus hohen Belastungen ausgesetzt. Knieschmerzen sind deswegen oft auf Erkrankungen des Meniskus zurückzuführen und kommen relativ häufig bei Orthopäden vor.

Ursachen des Meniskusrisses

Unsere Orthopäden unterscheiden verschiedene Ursachen von Meniskusrissen.
Hauptgründe sind degenerative (verschleißbedingte) Veränderungen und traumatische (unfallbedingte) Ursachen.
In 10% sind die Ursachen rein unfallbedingt und 40 % sind die Ursachen für einen Meniskusriss Mischformen aus degenerativen und traumatischen Bedingungen.
Nach Unfällen, hier vor allem Sportunfällen, bei denen es zu schnellen Aussenrotationen und Kniebeugungen kommt (vor allem beim Skifahren, Fussballspielen und Handballspielen etc.) kann es zu Einrissen des Meniskus kommen. Vor allem bei Sportverletzungen kann es auch zu Kombinationverletzungen mit zusätzlichen Kreuzbandriss und Innenbandriss (unhappy triad) kommen. Siehe hierzu auch Seitenverletzungen und Kreuzbandverletzungen im Knieglenk.

Symptome eines Meniskusrisses

Viel Patienten verspüren einen schnell einschießenden Knieschmerz als Symptom. Nicht selten ist eine Einschränkung der Beweglichkeit mit Blockaden. Dies wird durch den gerissenen Meniskusanteil ausgelöst.
In wenigen Fällen kommt es nur zu unspezifischen Beschwerden und erst einige Tage später zu stärkeren Beschwerden. Des Weiteren kann es zu Knieschwellungen (Erguß im Kniegelenk) kommen.
Typisch für einen verschleissbedingten Meniskusriss, dass die Beschwerden wellenförmig verlaufen können

Diagnose

Zu der Diagnosenstellung gehört neben der ausführlichen Krankenbefragung (Anamnese), bei der Unfallhergang etc. erfragt wird, die Inspektion (Schwellung, Rötung) und die körperliche Untersuchung.
Verschiedene spezielle Meniskustest geben unseren spezialisierte Orthopäden erste Hinweise für die Art der Verletzung
Erhärtet sich der Verdacht auf ein Meniskusriss sollte eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt werden, um einen Nachweis des Meniskuseinrisses zu erhalten.
Obwohl die MRT Untersuchung relativ sicher ist, kann nur einen hundertprozentigen Beweis die Arthroskopie (Spiegelung des Kniegelenks) erbringen.

Therapie

Der Meniksuriss bedarf einer individuellen und spezielisierten Behandlung und sollte nur durch auf diesem Gebiet erfahrenen Ärzte erfolgen.

Konservative Therapie

Diese sollte schnellstmöglich nach der Verletzung erfolgen. Folgende Therapien sind dann individuell durchzuführen.

Kühlung im Anfangsstadium
Evtl. Punktion eines aufgetreten Knieglenksergusses
Schmerzmedikaton
Anlage einer Orthese oder Bandage
Physiotherapie

Zusammenfassend kann ein Meniskusriss konservativ anbehandelt werden.

Tritt jedoch nach kurzer zeit keine Beschwerdefreiheit auf sollte eine Arthroskopie (Kniegelenkspiegelung)

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